Wie du die Zahlen liest
Wind in Knoten. Ein Knoten ist eine Seemeile pro Stunde, also etwa 1,85 km/h. Zum Überschlagen: Knoten mal zwei ergibt ungefähr Stundenkilometer.
Böen sind wichtiger als der Mittelwert. Liegen die Böen mehr als acht Knoten über dem Mittel, wird es ungemütlich – der Kite wird ständig über- und unterversorgt. Ein gleichmäßiger 16-Knoten-Tag ist angenehmer als ein 20-Knoten-Tag mit 32er-Böen. Welche Fläche dazu passt →
Der Wasserstand steht gegenüber dem Normalwert. Positiv heißt: mehr Wasser als üblich, das Revier wird tiefer. Negativ heißt flacher – und ab etwa −25 cm setzen an flachen Stellen die Finnen auf. Diese Marke ist ein Erfahrungswert und keine gemessene Grenze; wie flach es tatsächlich wird, hängt von der Stelle ab.
Der Zeitstempel nennt die Messung, nicht den Abruf. Steht dort „vor 14 Minuten”, ist das keine Panne: Das Windmodell rechnet in Viertelstundenschritten, ein frischerer Wert existiert schlicht nicht. Die Seite holt zwar alle fünf Minuten nach, bekommt dabei aber bis zur nächsten vollen Viertelstunde denselben Wert zurück. Der Wasserstand ist davon ausgenommen – der Pegel misst minütlich.
Die Wassertemperatur ist ein Richtwert. Sie stammt aus einem Modell für die offene Ostsee. Das flache Salzhaff heizt sich im Sommer schneller auf und ist meist ein bis zwei Grad wärmer als angezeigt.
Die Vorhersage ist nur ein Modell
Für einen Spot im Windschatten einer Halbinsel gilt das doppelt. Bei Nord- und Nordwestlagen zeigt jedes Modell mehr Wind, als am Wasser tatsächlich ankommt – die Abschattung durch Wustrow ist zu kleinräumig, um im Modellgitter aufzutauchen.
Verlass dich bei diesen Richtungen nicht auf die Zahl, sondern schau auf die Wasseroberfläche oder frag jemanden vor Ort.