Häufige Fragen
Was uns am häufigsten gefragt wird – kurz beantwortet, mit Verweis auf die ausführliche Fassung.
Zum Revier
Ist das Salzhaff ein Stehrevier?
Über weite Strecken ja. Vom Ufer geht es sehr flach hinaus, die ersten Meter reichen kaum über den Knöchel, danach bleibt es lange knie- bis hüfttief. Ein Kite lässt sich im Stehen relaufen, ein abgetriebenes Board zu Fuß holen. Erst weit draußen wird es tiefer, ohne dass der Grund verlorengeht. Mehr zum Revier →
Welche Windrichtung ist die beste?
Das hängt vom Spot ab – und genau darin liegt der Vorteil des Haffs. In Pepelow laufen West, Südwest und Nordost am besten. Boiensdorf funktioniert bei West über Nord bis Nordost. Am Kuhberg bei Rerik ist Südwind die beste Richtung. Zusammen decken die drei fast alle Lagen ab. Welcher gerade passt, steht auf der Startseite.
Deckt die Halbinsel Wustrow den Wind ab?
Bei Nord und Nordwest gibt es in Pepelow eine Abdeckung, sie ist aber schwächer als ihr Ruf. Wustrow liegt gut sechs Kilometer entfernt, und über diese Strecke sammelt sich der Wind wieder. Es läuft – nur nicht so sauber wie bei Südwest. Wer an solchen Tagen auf Nummer sicher gehen will, fährt nach Boiensdorf.
Warum schwankt der Wasserstand ohne Gezeiten?
Die Ostsee hat kaum Tidenhub. Was den Pegel bewegt, ist der Wind: Anhaltender West- bis Nordwestwind drückt Wasser in die Wismarbucht, ablandiger Ost- bis Südwind zieht es heraus. Der Unterschied kann leicht einen halben Meter ausmachen. Den aktuellen Stand zeigt die Wind- und Wasserseite.
Gibt es am Salzhaff Wellen?
Nein. Das Haff ist durch die Halbinsel Wustrow gegen die offene Ostsee abgeriegelt, es entsteht praktisch keine Welle – das ist ja gerade sein Reiz. Wer springen oder Welle fahren will, fährt nach Kägsdorf an der Außenküste, rund eine Viertelstunde entfernt. Dort bricht sich die Welle an einer Sandbank, bei kräftigem Südwest bis drei Meter. Der Spot hat allerdings einen kräftigen Shorebreak und setzt Erfahrung voraus. Mehr dazu →
Brauche ich eine Seegrasfinne?
Im Sommer ja. Ab etwa Juni stehen die Seegrasfelder dicht genug, dass normale Finnen sich darin verfangen.
Zu den Regeln
Wo darf am Salzhaff gekitet werden?
Gefahren wird im Bereich vor Pepelow und Boiensdorf sowie an der Haffseite bei Rerik. Dauerhaft tabu sind die Halbinsel Wustrow, die Kroy und der Kieler Ort – dort ist wassersportliche Nutzung ausgeschlossen. Ebenfalls zu meiden ist das Blengower Windwatt zwischen Rerik und Roggow. Die Regeln im Einzelnen →
Kann ich am Reriker Ostseestrand kiten?
Nein. Der Strand ist Badezone ohne eingetragene Wassersportfläche, die Strandsatzung lässt dort keine Kites zu. Windsurfer nutzen ihn, Kiter weichen auf den Kuhberg an der Haffseite aus.
Warum ist das Salzhaff so streng geschützt?
Es ist Rast- und Brutgebiet für Wat- und Wasservögel und liegt im Europäischen Vogelschutzgebiet Wismarbucht. Ein Kite wirkt aus Vogelperspektive wie ein sehr großer Greifvogel – die Tiere fliegen auf, lange bevor ein Mensch in ihre Nähe kommt, und jedes Auffliegen kostet Energie, die im Zug oder in der Brut fehlt.
Zur Planung
Wann ist die beste Zeit?
Nach zehn Jahren Messwerten sind die Wintermonate die windigsten – im Januar wehten an 26 Prozent der Tagesstunden mindestens 14 Knoten, im August nur an 8 Prozent. Der beste Kompromiss aus Wind und erträglicher Temperatur sind Oktober und März. Alle Monate im Vergleich →
Wie zuverlässig ist die Windvorhersage hier?
Für einen Spot im Windschatten einer Halbinsel gilt: mit Vorsicht. Bei Nord- und Nordwestlagen zeigt jedes Modell mehr Wind, als am Wasser ankommt – die Abschattung ist zu kleinräumig fürs Modellgitter. Die Seite zeigt deshalb drei Rechenmodelle nebeneinander: Sind sie sich einig, ist die Vorhersage belastbar.
Gibt es eine Kiteschule?
Ja, am Campingplatz Pepelow gibt es eine VDWS-Schule mit eigener Fläche zum Aufbauen und einem abgetrennten Schulungsbereich im Flachwasser.
Komme ich ohne Auto her?
Möglich, aber mühsam. Die nächsten Bahnhöfe sind Neubukow, Wismar und Rostock, ab Neubukow fährt ein Bus Richtung Rerik im überschaubaren Takt. Mit Kite-Gepäck lohnt sich eine Unterkunft in Laufweite zum Wasser. Anreise und Parken →
Wo kann ich in Spotnähe übernachten?
Wir betreiben selbst drei Ferienhäuser am Salzhaff – zwei in Pepelow, gut 800 Meter zu Fuß vom Revier, und eines in Stove nahe Boiensdorf. Zu den Häusern →